Und es blitzten die Sterne…

Das Hamburger Planetarium

… und die Neugier dampfte, und ob auch das Interesse leuchtete, als es hieß, wir fahren ins Planetarium, …wer weiß? Es geht für die Klassen 9a und 9b der Käthe-Kollwitz-Schule Rehna nach Hamburg ins Planetarium. Nach Hamburg! Schon der Weltstadtname ist es wert, eine Reise zu tun und dann ins Planetarium. Anstehen muss man, um in diesen Tempel der galaktischen Physik einen Einlasstermin zu erhalten! All das versinkt bedeutungslos, denn jetzt sitzt man im Bus nach Hamburg – überwunden sind alle Hindernisse von Terminen und vom Organisieren. Leuchtendes Interesse und dampfende Neugier? Was soll denn das noch? Es ist ein unterrichtsfreier Tag für vierzig Rehnaer Schüler – das zählt erst einmal – und wenn sich dann darauf noch etwas aufstocken lässt, kann es nur ein Tag der Gewinne werden. Abwarten.

Auf der Aussichtsplattform

Angekommen! Petrus ist auf unserer Seite, Hêlios strahlt vom Himmelszelt. Der Tempel der Galaxien leuchtet vor uns in seiner Breite; mehr noch in seiner Höhe – majestätisch – und auch ein bisschen erdrückend, und er lässt die unendlichen Weiten, die in ihm herbeigezaubert werden, erahnen. Anyway! Ein wenig Spannung baut sich bei uns schon auf. Wir warten! Derweilen besteigen wir den Aussichtsturm, Stufe für Stufe. Monotonie macht sich breit. Endlich:  die Plattform ist erreicht.  Man genießt den Rundblick der Weltstadtsilhouette, vielleicht wird darüber sinniert, wie lange ein Stein wohl braucht, bis er unten ins Wasser plumpst, runterspucken geht nicht, die Barriere ist zu hoch, vielleicht lässt man auch seine Träume fliegen und manches Mal ist es gut, einfach zu genießen und an nichts zu denken, denn: ein wenig dremeln geht allemal, schließlich ist man der Sonne ein Stückchen näher.

Erneut Monotonie – downstairs! Der Einlass wird uns gewährt mit einer Brille, die in die Weiten schauen lässt. Bequeme Sitzpolster in klimatisierter Luft und über uns die Hemisphäre. Sie erinnert an das Chaldäisch-babylonische Weltbild aus längst vergangenen Zeiten, als man alle Sterne an der Hemisphäre angeheftet glaubte. Aha; ἡμισφαίριον: daher kommt das Wort, sagte man uns. Es geht los! Die Computer haben keinen Respekt vor den Dimensionen, die sie sogleich beschwören sollen. Gemeinsam streiken sie ein wenig. Aber dann. Bei leicht einschläfernder Musik versinkt alles in den Weiten unseres Sonnensystems. Wow, Dreidimensionalität hat etwas Besonders, Besonderes dann, wenn sie in der Tiefe verfälscht wird – ein beeindruckendes Erlebnis! Astronomische Fremdwörter schwirren durch die Luft, Bewegungsbahnen und Kreise werden beschworen, Nebel bekommen klangvolle, aber fremde Namen und die Räume tanzen durch dreidimensionale Räume und bezaubern den, der sich bezaubern lassen will. Ob manche Schüler sich erinnern, all die Fachbegriffe schon einmal gehört zu haben – in ihrem Astronomieunterricht – vielleicht?

Inzwischen liegt der Start vom Planeten Erde längst hinter uns.  Wir schwirrten durch unser Sonnensystem, vorbei an bekannten Sternzeichen hinaus in die Weiten der Galaxien. Wenn man bedenkt, dass Geschlechtergenerationen mit dem Wissen, dass bestimmte Sterne und

Sternbilder immer dann im Morgengrauen aufgingen, wenn auf dem Felde diese und jene Arbeiten zu verrichten waren, wann mit Hochwasser der Flüsse zu rechnen ist und wann eine Dürre herannahen kann und vieles mehr. Dann geht es hinaus in die Weiten der Galaxien. Es wird immer nebulöser und nebulöser bis in die Tiefen der Sternennebel. Beugung von Zeit und Raum blitzt auf, verkettet mit Schwarzen Löchern und dann beginnen die nächsten Weiten.

Irgendwann muss umgekehrt werden. Ob Rückflug oder Rückfahrt, Umkehr birgt allzu oft langweilige Momente – man erfühlt es auch an der Sprecherstimme. Spannkraft ist auch nur ein Gummiband, das ermüden kann. Wieder auf der Erde angekommen setzen wir die Geisterbrillen ab. Die Räumlichkeit ist entwichen, Alltagslicht umgibt uns. Der stets vorhandene Geräuschpegel geballter jugendlicher Dynamik ist verhaltener. Die Weltraumfahrt zeigt ihre Nachwirkungen. Sie muss etwas bewirkt haben, …und wenn die visuell erblitzten Sterne ein wenig in unserer Fantasie nachleuchten, dann soll damit der Unterrichtsausfall legitimiert sein und wenn das Erlebte vielleicht weitererzählt wird, dann war alles mehr als nur ein gewöhnlicher Schulausflug. Zum Abschluss noch schnell ein Erinnerungsfoto, dann ab in den Reisebus und street on nach Rehna, dem neuen Schultag entgegen.

Von Eckhard Fahrun

Auf der Jobbörse in Gadebusch

Die neunten Klassen besuchten am 18.11. die Jobbörse im Gymnasium in Gadebusch. Dort erwarteten Sie viele Firmen, Institutionen und Einrichtungen, die auf der Suche nach Azubis sind. Es wurden viele Informationen eingeholt, gute Gespräche geführt und Praktikumsangebote gemacht. Tolle, freundliche und coronasichere Atmosphäre. Ein voller Erfolg.

Kunst zu Coronazeiten

Das Projekt der 5. Klassen, ein Wandbild mit eigenen Bildern zu schaffen, drohte fast an Corona und dem Distanzunterricht zu scheitern. Doch dann arbeiteten die beiden 5. Klasse zu Hause so intensiv an ihren Bildern, dass es nun, drei Monate nach dem Start geschafft ist. Das Rizzi-Bild ist fertig.

Entstanden ist ein farbenfrohes großformatiges Wandbild nach dem amerikanischen Popart-Künstler James Rizzi. Die Schüler malten und zeichneten über Wochen die typischen Häuser, Autos oder Menschen, die dann zu einer Collage verarbeitet werden konnten. Sehr zu Begeisterung der jungen Künstler aus den Klassen 5a und b und der Kunstlehrerin.