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Laura Schmidt: Kinder betreuen, Akten sortieren, Verkaufsräume säubern oder Lager aufräumen. Solche Aufgaben musste jeder Praktikant bestimmt schon einmal machen. So auch die Schüler der 9. Klassen der Regionalen Schule Rehna. Sie führen in diesem Schuljahr die so genannten Praxislerntage in Rehna und Umgebung durch. |
Im zweiwöchigen Rhythmus zieht es die Schüler in die Produktion. Im vergangenen Schuljahr mussten die Schüler zwei Wochen durchgängig ihr Praktikum durchführen. In diesem Schuljahr ist das anders. Die Schüler sind aber geteilter Meinung, was die Praxislerntage angeht: ,,Ich finde die Praxislerntage besser", meint der 15-jährige Andreas Grucz der bei der Praeger Haustechnik in Rehna sein Praktikum absolviert. ,,Es macht mir sehr viel Spaß, jeden zweiten Dienstag den Mitarbeitern über die Schultern zu schauen und ich stehe dann ja auch nicht untätig rum. Denn ich darf das Material holen und im Auto zu Sanitärarbeiten mitfahren."

Wiederum andere Schüler haben eine andere Meinung wie die 16-jährige Oksana Schelinberg und der 14-jährige Thomas Fickel. Sie meinen: ,,Wir finden das Betriebspraktikum, das zwei Wochen geht, besser." Doch die Praxislerntage sind effektiver, denn so können die Schüler besser auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden und so auch größere Aufgaben in Angriff nehmen. Zudem helfen den Schülern die Praxislerntage dabei, zu entscheiden ob sie den von ihnen ausgewählten Beruf später auch einmal erlernen wollen.
Die 14-jährige Michelle Schwartz, die im Amt Rehna ein Praktikumsplatz gefunden hat, weiß schon ganz genau, was sie will. ,,Mich interessiert dieser Beruf als Verwaltungsfachangestellte sehr und ich möchte diesen Beruf unbedingt erlernen. Denn das Aufstellen von komplizierten Exceltabellen über die Hundesteuer und anderen Dingen genauso wie die Post sortieren, finde ich sehr interessant und auch der Umgang mit Zahlen macht mir großen Spaß. Den Mitarbeitern stehe ich natürlich auch jederzeit zur Seite und helfe ihnen beim Einsortieren von Akten oder bringe ihnen Kaffee", sagt Michelle Schwartz.
Doch andererseits fällt vielen Schülern in dieser Zeit auch auf, dass sie sich noch nicht für den richtigen Beruf entschieden haben. ,,Mir macht mein Praktikum zwar sehr viel Spaß, doch das ist noch nicht das Richtige, das ich später erlernen will. Denn die Reinigung von Verkaufsräumen und die Lagerlogistik mag ich nicht so. Ich werde mich weiter umsehen, vielleicht finde ich ja noch einen Beruf, der besser zu mir passt. Doch viel Abwechslung hat man auch durch die Praxislerntage", meint der 15-jährige Phillip Müller, der sich gleich wieder an die Arbeit macht.
Am Ende des Jahres sollten sich die Schüler der Regionalen Schule Rehna einen Überblick verschafft haben und sich mehr im Klaren sein, über das, was sie später einmal machen wollen. Es ist jedoch schade dass viele Betriebe bei den Praxislerntagen nicht mitmachen, denn es passt bei vielen nicht in den Terminplaner oder es ist ihnen einfach zu stressig.
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